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Versöhnungsmarsch Brünn

Auch dieses Jahr hat die Sudetendeutsche Landsmannschaft wieder 3 Busse organisiert, die zum Versöhnungsmarsch nach Brünn gefahren sind. 

 

Ein kleine Fotoauswahl finden Sie hier 

 

Von der Gemeinschaft Wischauer Sprachinsel sind 8 Teilnehmer mitgefahren, 4 davon sind den ganzen Weg gegangen. In Erinnerung an die 1945 aus Brünn vertriebenen Deutschen führt der Marsch vom Massengrab in Pohrlitz nun in umgekehrter Richtung zurück nach Brünn. Die Strecke beträgt mehr als 30 Kilometer und ist fast nur auf Asphaltstraßen. Neben der körperlichen Anstrengung ist dieser Marsch auch emotional sehr berührend, denkt man doch immer wieder an die armen Menschen, die diesen Weg damals unfreiwillig gehen mussten. 

 

Parallel zum Versöhnungsmarsch besuchten Mitglieder des Deutschen Bundestages die Wischauer Sprachinsel. Von der Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion waren dies: Christoph de Vries (Vorsitzender), Stephan Mayer (erster stvd. Vorsitzender), Sven Oole (Geschäftsführer).

Zuerst besuchten wir den Zuran (den Hügel, von dem Napoleon die berühmte 3-Kaiser-Schlacht leitete) und erhielten dort eine sehr fachkundige Führung von Andreas Weißenborn. Anschließend fuhren wir nach Gundrum, den Sprachinselort, aus dem die Familie von Stephan Mayer stammt und besichtigten das Gemeindehaus sowie die Kirche. Dritte Station war Kutscherau, auch dort wurden wir durch das Gemeindehaus geführt und besuchten die neu restaurierten deutschen Kindergräber auf dem dortigen Friedhof.

Der Bürgermeister von Gundrum, Jan Kachlik, sowie die Bürgermeisterin von Kutscherau, Marie Lokajova, empfingen uns sehr herzlich.

 

Der Sonntag begann mit einer Gedenkfeier für die Opfer von Mord und Folter am Kaunitz-Denkmal, anschließend fand in der Peter-und-Paul-Kathedrale ein feierlicher Gottesdienst statt.

Am Nachmittag wurden die Gruppen aufgeteilt - ein Bus fuhr in die Wischauer Sprachinsel. Wir konnten den interessierten Gästen einen kleinen Einblick in das Sprachinselleben früher und heute geben: neben den restaurierten Kindergräbern in Kutscherau, dem Volkshaus in Rosternitz und den neu bemalten Kirchenfenstern in Lissowitz hatten wir zudem die Möglichkeit, 2 Sölderhäuser von innen zu besichtigten. Herzlichen Dank hierfür an die jetzigen Bewohner, die dies ermöglicht haben.

 

Ein ausführlicher Bericht folgt noch

 

 

Bild zur Meldung: Wischauer Teilnehmer vor dem Gedenkkreuz in Pohrlitz