Gedenkfeier "75 Jahre Charta der deutschen Heimatvertriebenen"
„80 Jahre: Erinnern – Bewahren – Gestalten“ – unter dem diesjährigen Motto des BdV fand am 05. August 2025 im Stuttgarter Schloss eine besondere Gedenkveranstaltung statt.
Am 05. August 1950 wurde im Kurpark in Bad Cannstatt die „Charta der deutschen Heimatvertriebenen“ unterzeichnet und am 06. August 1950 wurde sie vor dem Neuen Schloss in Stuttgart verkündet. Hierin erklären die Vertreter der Heimatvertriebenen, auf Rache und Vergeltung zu verzichten und an der Schaffung eines geeinten Europas mit allen Kräften mitzuwirken. Ein Recht auf Heimat soll für alle Menschen als Grundrecht anerkannt werden.
Bereits 2006 hob der damalige Bundesinnenminister Schäuble die Besonderheit dieser Erklärung hervor:
„Die Charta war damals und ist heute noch ein beeindruckendes Zeugnis menschlicher Größe und Lernfähigkeit. Nicht Revanchismus, nicht Niedergeschlagenheit bestimmen diese Charta, sondern der Glaube an die Zukunft, Europäertum, christliche Humanität.“
Bei der diesjährigen Gedenkfeier zur „75 Jahre Unterzeichnung der Charta“ hielt Bundeskanzler Friedrich Merz die Festrede und würdigte die Aufbauleistung der Heimatvertriebenen als „eine der ganz großen Erfolgsgeschichten der Bundesrepublik“. Er bedauerte, dass über diese Leistung bislang zu wenig gesprochen wird, obwohl in ihr "viel Vorbildkraft auch für heute steckt“.
Die Gemeinschaft Wischauer Sprachinsel e.V. hatte die Ehre mit einer kleinen Delegation an der Veranstaltung im Stuttgarter Schloss teilnehmen zu dürfen.
Die gesamte Rede des Bundeskanzlers Friedrich Merz können Sie hier nachlesen.
Bild zur Meldung: Teilnehmer der Gemeinschaft Wischauer Sprachinsel e.V. mit Bundeskanzler Friedrich Merz (Foto: T. Fricke)